Bouchard Finlayson - A Boutique Winery

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July 2008 Newsletter
“Schwarze Weine haben über die letzten zwanzig Jahre hinweg Furore gemacht. - Ich persönlich mag lieber Rote Weine.” Dieses Zitat stammt von Christian Moueix, Châteaux Pétrus - 2008 zum Decanter Man of the Year gekürt. Diese Aussage ist für mich persönlich sehr eklatant, alldieweil sie meine eigene Sichtweise zur Herstellung roter Weine bestärkt. Mehr Farbe und mehr Extraktion sind nicht unbedingt gleichzusetzen mit einem besseren Wein. Die Sinfonie der Aromen, die Sie in unserer Hannibal Mischung finden, ist geschaffen, Struktur auszudrücken sowie Länge am Gaumen - dies ist in der Tat die Grundlage, auf der all meine Rotweinherstellung basiert.

In der diesjährigen Decanter's list of top fifty Italian wines fiel mir ebenfalls auf, dass Nebbiolo und Sangiovese Sorten die Hälfte der Top 10 Ränge besetzen. Nummer eins geht an einen Barollo - 2000-er Jahrgang, der sich in Großbritannien für £186 pro Flasche verkauft. Es ist der Stammbaum dieser Sorten, einschließlich des Pinot noir, der im Jahr 2002 zur Markteinführung unserer Hannibal Kreation führte. Hannibal ist sicherlich mehr ein roter als ein schwarzer Wein.

Nebbiolo traf mich wie ein Donnerschlag im Jahr 1975, und zwar bei einer Weinprobe im berühmten Rheingau Keller auf Schloss Schönborn (erbaut 1347). Zu diesem Zeitpunkt hatte ich gerade mein Studium abgeschlossen, ein mittelloser, postgraduierter Gaststudent an der Weinschule Geisenheim - dies waren meine Begegnungen mit der Welt des Weines und den klassischen Einrichtungen, die allesamt neue Welten für mich eröffneten. Wenn ich an diesen Barollo zurückdenke - er verschlug mir schlichtweg die Sprache - dieser Wein kredenzte einfach die vielschichtigste Tannin Sinfonie aller Weine, die ich bis dato probiert hatte. Unser Hannibal Wein wurde kreiert, das Beste dessen, was Sangiovese, Pinot noir und Nebbiolo zu bieten haben, in sich zu vereinen. Die Heimat der Sangiovese Traube liegt in der Toskana - dort stammen die berühmtesten Weine von Brunello di Montalcin, von dem man sagt, es liege im Herzen des italienischen Weinanbaugebietes.

Aus historischer Sicht könnte die Mischung von Sangiovese, Pinot noir und Nebbiolo in einem einzigen Wein als kontrovers or zumindest non-konform betrachtet werden. Vielleicht setzt mein persönlicher Anspruch, die Weinwelt mit einem neuen Geschenk zu bedenken, mein Gefühl für Grenzen in dieser Hinsicht außer Kraft. Wir haben kürzlich den Hannibal 2006-er Jahrgang auf den Markt gebracht; unsere sechste Abfüllung, die bereits mit einer Goldmedaille gekürt wurde bei den Michelangelo International Wine Awards 08. Dieser Jahrgang unterscheidet sich ein wenig von vorhergehenden Jahrgängen insofern, dass erstmalig mehr Syrah als Pinot Noir verwendet wurde. Anfangs war ich ein wenig besorgt, wie sich diese Mischung insgesamt zeigen würde, aber die Reaktion von Seiten der Konsumenten war fabelhaft, was sicherlich Gutes für die Zukunft des Jahrgangs verheißt. Es ist ein großes Vergnügen mir selbst sagen zu können, dass nun schon zwanzig Jahre vergangen sind seit dem ersten Sangiovese und Nebbiolo Import. Nach Christian Moueix' Ansicht wurden die Schwarzen Weine während dieser zwanzig Jahre so populär. Ich bin mit Christian einer Meinung, dass der klassische Stil der strukturierten Roten die wahre Kunst großer Rotweine verkörpert.
Bouchard Finlayson ist stolz darauf, als eine Klasse für sich betrachtet zu werden! Unser Flaggschiff, der Galpin Peak Pinot noir 2007 und unsere italienische Rotweinmischung Hannibal 2006, waren beide Beste der Klasse unserer letzten Rotwein-Jahrgänge.

Unserem Flaggschiff, dem Galpin Peak Pinot noir 2007 wurde der Preis als Bester seiner Klasse anlässlich des Investec Private Bank Winemaker's Choice Diamond Awards 2008 verliehen. Einzigartig in der südafrikanischen Weinindustrie, ausschließlich von Weinanbauern beurteilt, ein einziger Preis - The Diamond Award - für Qualität, Klasse und wahre Exzellenz.

Der 2007-er Pinot Noir Jahrgang war ein außergewöhnlicher Wein, eine unendliche Vielfalt unterschiedlicher Aromen, exzellenter Körper und eine Fülle nachklingender Erwartungen. Der 2007-er Jahrgang war früher als sonst, der Großteil der Ernte wurde schon Ende Januar eingebracht. Die Weinlese war eine Woche intensiver Arbeit, mit herrlichem Sommerwetter, und die trockenen Klimabedingungen haben dem Wein mit Sicherheit eine noch bessere Qualität verliehen. Streng, aber köstlich elegant. Duftend und reichhaltig, mit überschwänglicher Frucht und lang anhaltendem Gaumen. Frühes Trinken, aber gute Reifung. Durch den großen Erfolg unseres Galpin Peak ist dieser preisgekrönte Wein nun fast ausverkauft. Der 2008-er Jahrgang soll Anfang Herbst auf den Markt kommen.

Unsere italienische Rotweinmischung, Hannibal 2006 erhielt Gold (Beste ihrer Klasse) im Michelangelo International Wine Awards 2008. Diese Preisvergabe wurde 1997 von Lorraine Immelman, Weinliebhaberin und Marketing/Public Relations Beraterin, ins Leben gerufen. Sie erkannte den Bedarf innerhalb der Weinindustrie für die Einrichtung eines internationalen Weinwettbewerbs für Südafrika: eine internationale Jury aus Europa, den USA, Großbritannien und Asien, die lokale Weine beurteilt. Sie krönte Hannibal 06 zur besten Rotweinmischung in Südafrika.

Die 'Geburt' Hannibals im Jahr 2002 war der Höhepunkt, nach einer fast 30 jährigen Wartezeit bei einer Mischung anzugelangen, die allgemein als einzigartige südafrikanische, aus mehreren Sorten bestehende, toskanische Mischung anerkannt ist.

Hannibal bleibt bei seinem ursprünglichen Konzept, die Synergie zwischen französischen und italienischen Trauben zu integrieren. Der 2006-er Jahrgang besteht aus einer fünfsortigen Mischung mit 34% Sangiovese, der einmal mehr die tragende Rolle spielt. Petite Syrah mit 31% nimmt nun die zweite Position ein, während Pinot noir 20% der Mischung ausmacht. Die übrigen Sorten sind Nebbiolo mit 13% und Mourvedre mit 2%. Ein strenger Jahrgang mit definiertem und konzentriertem Reifecharakter. Exzellente Struktur durch Reifung in kleinen Fässern, nervige Frucht mit großartigem Bouquet. Er ist langanhaltend und harmonisch, köstlich und kraftvoll.
Wir sind stolz und voller freudiger Erwartung, unsere Gäste und treuen Kunden zur Eröffnung unserer kürzlich renovierten Weinprobe-Räumlichkeiten willkommen zu heißen.

Alle diejenigen, die Bouchard Finlayson in der Vergangenheit besucht haben, werden sich mit großem Vergnügen an unsere Weinprobe-Räumlichkeiten erinnern. Wir haben den alten Weltcharme beibehalten, jedoch den zur Verfügung stehenden Raum ausgebaut, um mehr Raum für informelle und formelle Weinproben zu schaffen mit einem Aufgebot älterer Jahrgänge.

Kommen Sie und gesellen Sie sich zu uns an die Serviertheke aus Granit oder an unseren Oregan Tisch zu einer Probe Peter Finlaysons exzellenter Jahrgänge. Die Neugestaltungen erhalten unseren Ethos des ausschließlichen Fokus auf das Erleben authentischer Geschmacksrichtungen aufrecht.

Die Öffnungszeiten unserer Weinprobe-Räumlichkeiten:
Geöffnet Montag bis Freitag 09:30 - 17:00; Samstag 09:30 - 12:30.
Geschlossen Sonntag und an Feiertagen.
Geschlossen am 25.-26. Dez. und 1. Jan. 09

Wir freuen uns darauf, Sie in unseren neuen Weinprobe-Räumlichkeiten willkommen zu heißen. Genießen Sie ein Bouchard Finlayson Abenteuer ...
Ein weiteres Jahr ist vorüber, das Resultat: eine Kollektion neuer Jahrgänge. Die Jahrgänge sind erhältlich durch unsere Handelsvertretungen, eine Reihe spezialisierter Weinhandlungen, populäre Restaurants und Weinkeller. Unsere derzeitige Palette beinhaltet den Tête de Cuvée Galpin Peak Pinot noir 2007, den Galpin Peak Pinot noir 2007 (nur begrenzt auf Lager!), unsere italienische Rotweinmischung - Hannibal 2006, unsere Domaine Chardonnay the Missionvale 2008, den Crocodile's Lair / Kaaimansgat Chardonnay 2007, den nicht im Holzfass gereiften Sans Barrique Chardonnay 2007, Walker Bay Sauvignon blanc 2008 und den Blanc de Mer 2008. Unsere neuesten Weine wie folgt ...

Tête de Cuvée Galpin Peak Pinot noir 07

Man sagt, der Pinot noir habe keinen eigenen Sortencharakter, sondern sei eher dominiert durch den Boden, auf dem er wächst. Im Wesentlichen ist der Pinot noir die am meisten gebietsspezifische Sorte. Unser Tête de Cuvée Label weist auf meine kreative Gelegenheit hin, eine handvoll der feinsten Fässer im Keller auszuwählen, diese zu mischen und einen Wein zu schaffen, der nur das Beste des Jahrgangs porträtiert. Dies geschieht lediglich in Jahrgängen, aus denen Weine mit insgesamt außergewöhnlicher Qualität hervorgehen.

Der Jahrgang 2007 präsentierte eine kleine Lese erstklassiger Trauben. Reichhaltige, volle Weine entstanden aus dieser Ernte, mit exzellentem Frühtrinkercharakter. Diese Mischung mit nur zwölf Fässern ist opulent, voller Rotkirsch- und Brombeerfrucht, dazu ein Hauch von Pflaume, von Vanille akzentuiert, die sich allesamt vereinen zu einem Orchester des Wohlgeschmacks. Großartige Architektur mit exzellenter Strukturbalance von Säure und feinen Tanninen. Er reift in 5 - 7 Jahren, und mehr! Genießen Sie diesen Wein zu einer schmackhaften, mit Knoblauch- und Rosmarin überkrusteten Lammkeule.

Missionvale 08

Dies war ein exzellenter Chardonnay Jahrgang im Hemel-en-Aarde Valley. Die Ernten besser als die der letzten zwei Jahre, mit First Class Fruchtqualität.

Der Name Missionvale stammt vom Missionshospital, das im frühen 19. Jahrhundert auf dem Gut errichtet wurde. Der deutsche Missionar, Peter Leitner, führte seine Patienten über die Rael-na-Gael Berge zum nahegelegenen Meer, wo sie ihre Körper reinigen konnten. Vielleicht konnten sie bei dieser Gelegenheit auch Meeresfrüchte sammeln.

Im Laufe der Zeit wurden die Früchte der See ausgetauscht gegen die Früchte der Reben, in diesem Falle handelt es sich um einen Chardonnay von Weltklasse!

Dieser Jahrgang ist charakterisiert durch raffinierte Geschmacksrichtungen von latenten Holznoten mit überlagernder reiner Vanille, Birnen, Mangos & hefigem Trub. “Boutique” Fasshersteller Tonnellerie Meyrieux von Nuits St. Geoge sorgte für zusätzliche Unterstützung durch die Verwendung nur der feinsten handgemachten Burgunderfässer.

Über die nächsten vier Jahre hinweg dürfen Sie weitere Entwicklungsprozesse erwarten. Höhere Komplexität & nussige Geschmacksrichtungen werden sich ausbreiten mit einer tieferen und reicheren Farbgebung! Köstlich zu einer herzhaften Hähnchenkasserole, einem gebutterten Fang aus dem Ozean oder zu einer Käseplatte.
Bouchard Finlaysons Fasskeller glüht im Kerzenschein, strahlt Wärme und Ambiente aus ... eine magische Kulisse für Kulturabende, dargeboten von der Hermanus Music Society.

Einmal mehr danken wir Charles Lloys Ellis für seine edle Unterstützung mit Spendenaktionen durch die Christopher Duigen Charity Konzerte, die alljährlich bei Bouchard Finlayson veranstaltet werden. Mithilfe dieser Konzerte können Spendengelder gesammelt und die Aufmerksamkeit auf die lokale Cansa Association gelenkt werden. Die diesjährige Wohltätigkeitsveranstaltung findet am 17. und 18. Dezember statt. Wir wünschen allen Beteiligten viel Erfolg. Wir sind überglücklich, dass wir durch das Ambiente unseres Fasskellers diese Veranstaltungen unterstützen können.

Die Talente der Musiker beschränken sich nicht allein auf die Musik. Eine von Südafrikas Top-Flötenspielerinnen, und eine der am meisten versierten - Carina Bruwer - ebenfalls Langstrecken-Schwimmerin, die mehrere Rekorde hält. Carina hat den Ärmelkanal durchschwommen und die Meerenge von Gibraltar, zwei bemerkenswerte Errungenschaften, auf die sie sehr stolz sein kann.

Das Programm für 2009 hält Folgendes für Sie bereit:

30. Jan. - Benjamin Dry (internationaler Cellist) und Paula Spiegel (Pianistin)

27. Feb. - Tony Cox - wohlbekannte Ikone der Akustikgitarre präsentiert eine Show von Brillanz und Humor.

Für weitere Informationen setzen Sie sich bitte direkt mit der Hermanus Music Society unter der Nummer +27 28 312 3006 in Verbindung.
Unsere niederländische Agentur Wijnimport J. Bart hatte Peter Finlayson, unseren berühmten Weinschöpfer, zu einer Anfang September stattfindenden 5 tägigen Road Show quer durch Holland eingeladen. Die Reisetage waren gekennzeichnet durch extravagante Gourmet Menüs in einigen der besten Restaurants der Niederlande - alle bis zum letzten Platz ausgebucht. Die Veranstaltungen sollten den neun teilnehmenden Weinherstellern aus acht unterschiedlichen Ländern die Möglichkeit geben, ihre Weine zu präsentieren.

Die erste Veranstaltung am Montag fand im Restaurant De Kromme Watergang in Hoofdplaat statt, das in der südöstlichen Ecke der Niederlande liegt. Hoofdplaat liegt auf einem Polder, der bereits 1775 errichtet wurde. Peter war fasziniert von diesen Poldern, Zeugen eines Volkes von besonderer Tatkraft - nicht ein einziger Meter Land verschwendet oder ignoriert. Dieses Restaurant wartete mit einer Reihe von Fisch- und Meeresfrucht-Gerichten auf, wobei der zart marinierte Oktopus eine wahrhaftige Gaumenfreude war.

Am Dienstag waren wir zurück in Utrecht, im Restaurant des berühmten Karel V Hotel. Hier genossen wir die Präsentation einer Mini-Weinmesse, gefolgt von einem Fünf-Gänge-Mittagessen. Der Mittwoch führte wiederum quer durch das Land nach Zwolle, das nordöstlich von Amsterdam liegt. Hier, in einer brandneuen Einrichtung mit dem Namen Librije's Hotel, einem historischen Gebäude, das aus einem Frauengefängnis entstand.

Die wahrscheinlich facettenreichste Veranstaltung fand am Donnerstag statt. Die Weinhersteller präsentierten ihre Weine am Flughafen Eindhoven, das Mittagessen wurde im Belvedair Restaurant, das sich innerhalb des Terminalgebäudes befindet, serviert.

Peter war vom Standard des Gastgewerbes in diesem Land sehr beeindruckt. Auch das Niveau von Kunst und Design war inspirierend und hinterließ einen bleibenden Eindruck von einem Land, das mit seinen reichen kulturellen Ausdrucksmöglichkeiten zufrieden sein kann. Exzellentes Essen mit einigen ungewöhnlichen Gerichten wie Taubenbrust in Lapsangtee Reduktion, oder wie wäre es mit einem Salat von Linsen, Bohnen und Macadamia?

Der letzte Tag bestand aus einer ganztägigen Weinmesse in J. Barts Weinkeller in Fort Benoorden in Purmerend. Die Räumlichkeiten, untergebracht in einem stillgelegten Militärfort, sind wie geschaffen für die Weinlagerung - ohne Zweifel bedarf die Entscheidung für unterirdische Keller keiner langen Überlegungen in diesem Teil der Welt.

Peter möchte Henk Bart und seinem Team ein großes Dankeschön und seine aufrichtige Anerkennung aussprechen für all die Bemühungen und die Organisation, die in diese lohnenswerte Woche erforderte. Diese Veranstaltung bot ebenfalls eine wunderbare Gelegenheit, eine ganze Reihe neuer Weinhersteller-Freunde zu kennen zu lernen, unter anderem aus Chile, Italien, Österreich und Australien.
Ein herzliches Dankeschön an all unsere lokalen und internationalen Händler und Kunden für Ihre stetige Unterstützung Bouchard Finlaysons. Wir wissen diese Unterstützung zu schätzen. Dank Ihrer Loyalität steigt die Nachfrage nach unseren Produkten weiterhin weltweit. Wir heißen alle Freunde Bouchard Finlaysons willkommen nach Hermanus zu kommen und diesen ganz besonders schönen Teil Südafrikas mit uns zusammen zu genießen.

Cape Wine 2008 war für uns ohne Zweifel ein weiteres Highlight in diesem Jahr. WOSA, Südafrikas wichtigste Weinorganisation brachte eine Reihe internationaler Journalisten und Käufer nach Kapstadt, die sich mit einigen der Hauptakteure der südafrikanischen Weinindustrie trafen und so ein Forum mit der Gelegenheit zum Gedankenaustausch schafften. Es war eine perfekte Gelegenheit, sowohl mit aktiven Händlern zu diskutieren als auch mit Händlern, die potenzielle neue und interessante Märkte repräsentierten. Wir danken unseren Verkaufsagenten, die sich die Zeit genommen haben, an dieser Messe teilzunehmen und uns bei Bouchard Finlayson zu besuchen. Es ist uns immer ein Vergnügen, uns an derartigen Veranstaltungen zu beteiligen und diese zu unterstützen.

Der Eröffnungsabend der Cape Wine 08 fand seinen Höhepunkt in der Veranstaltung der Cape Kontrei Cuisine in Groot Constantia, dessen Geschichte bis ins Jahr 1685 zurückreicht. Es ist eines der schönsten noch existierenden Beispiele der kapholländischen Architektur im Land.

Bei der Cape Kontrei Cuisine geht es darum, die beste Küche des Kaps zu präsentieren und diese mit unseren allerbesten Weinen zu kombinieren. Zwanzig der besten Chefs des Kaps verarbeiteten frische lokale Zutaten, um köstliche regionale und überregionale Mahlzeiten zuzubereiten. Zu den Mahlzeiten wurden die besten lokalen Weinen kredenzt. Können Sie sich etwas Schöneres vorstellen, als die Gelegenheit, in den kopfsteingepflasterten Hofanlagen umherzuwandern und der Musik unserer lokalen Jazzmusiker zuzuhören? Die Palette der Speisen reichte von Wildem Karoolamm über Austern von der Westküste bis zur traditionellen Wildpastete und lokalen Käsesorten.

Die Hersteller des Walker Bay Pinot noir hatten die Ehre, von Chef Peter Goffe Wood bekocht zu werden, der traditionelle Sweetbreads mit geräuchertem Speck und Petit Pois zubereitete. Man munkelte, dies sei die beste Kombination der Show gewesen...

Wir sind in der glücklichen Lage, Frank Woodvine in unserer Mitte zu haben, dem im Jahr 2007 von der Overstrand Conservation Society anlässlich des 50. Jahrestags der Gründung des Fernkloof Nature Reserves in Hermanus ein Preis für "Long and Enduring Service to the Natural Environment in which we all live" ["Langfristige und beständige Dienste für die natürliche Umgebung, in der wir alle leben]" überreicht wurde.

Als Student der Forstwissenschaft emigrierte Frank in den 50-er Jahren aus Großbritannien und trat der damaligen Rhodesia Forestry Commission bei. Er arbeitete 21 Jahre lang an einer Reihe unterschiedlicher Projekte. Sein ganz besonderes Interesse galt der Erstellung von Gutachten für Nutzholz, die es erforderlich machten, Tausende von Quadratkilometern einiger der unzugänglicheren Regionen des nördlichen Matabelelandes zu durchqueren. Seine Studien beinhalteten eine Untersuchung von Baumspezies im fernabgelegenen, ehemals unerforschten Sambesi Tal, das mit der Fertigstellung des Kariba Staudamms im Jahr 1960 überflutet wurde. Die Region wimmelte von wilden Tieren, insbesondere von Spitzmaulnashörnern, die bekanntermaßen aggressiv und schnell reizbar sind. Wild lebende Tiere dieser Art in dichtem Dornbusch, ihrem bevorzugten Lebensraum, anzutreffen, veranlasste Frank zu der Überzeugung, das eigentlich er zur bedrohten Art gehöre ...

Mitte der 70-er Jahre emigrierte Frank mit seiner Familie nach Südafrika, wo er die Position des Konservators des Fernkloof Nature Reserve im Herzen des Cape Floral Kingdom einnahm. Obwohl nur von kleinem Ausmaß - gemessen an südafrikanischen Maßstäben - mit 2 000 Hektar Land, das ca. 1 600 natürlich vorkommende Pflanzenarten beherbergt, im Gegensatz zu den 1 500, die man auf den Britischen Inseln findet.

Franks Hauptaktivitäten drehen sich heute um freiwillige Umweltinitiativen als ein lebenslanges Ehrenmitglied der Hermanus Botanical Society, Cliff Path Management Group und Dozent der Eco Schools.

Frank teilt eine Vorstellung mit uns …
Stellen Sie sich ein Land vor, fruchtbar und gut bewässert, jedoch fast ohne jeden Baumbestand. So stellte sich die Situation dar, mit der die frühen Siedler am Kap der Guten Hoffnung konfrontiert waren, wo die Niederländische Ostindien Kompanie in den 1650-er Jahren eine Proviantstation errichtete.

Der französische Botaniker le Vaillant, der in den 1700-er Jahren am Kap seine Studien betrieb, ließ sich - als er die baumlose Landschaft und die dürftige Bekleidung der Khoi Khoi, der Ureinwohner - sah, zu folgender Bemerkung hinreißen: "Das Land ist kaum mehr bedeckt als seine Bewohner."

Jedoch gibt es einige wenige kleine Landstriche mit einheimischem Waldwuchs, bekannt als Afro Montane Forest. Diesen findet man in tiefen Schluchten (von den Einheimischen als Kloofs bezeichnet), üblicherweise ganzjährig ausreichend bewässert, sodass er vor den periodisch auftretenden Feuerkatastrophen geschützt ist. Im Allgemeinen sind diese Regionen zu abgelegen, als dass sie vom Menschen ausgebeutet werden könnten.

Auf unserer Weinfarm haben wir ein solch kleines Fleckchen Wald, welches die Ufer des Galpin Flüsschens umsäumt, der für die lebenserhaltende Bewässerung unserer Weinreben sorgt. In einer Aufeinanderfolge kleiner Kaskaden bewegt sich das Wasser auf etwa 100 Metern, und am Fuße eines jeden Wasserfalles befindet sich ein kleiner, schattiger, von Farn umringter Tümpel, ein Zuhause für eine Reihe unserer einheimischen Froschspezies.

Prachtvolle Baumexemplare wie Rooiels (Cunonia capensis), vielleicht 200 Jahre alt, drängeln sich um Raum neben Boekenhout (Rapanea melanophloes). Beide liefern qualitativ hochwertiges Holz zur Produktion von Mobiliar und Letzteres wurde kürzlich sogar zum Violinenbau verwendet. Von Interesse für Botanikliebhaber: die anderen 16 Spezies der Cunonia kommen lediglich in Neukaledonien vor.

Ein weiterer ansehnlicher Baum, bis zu 10 Meter hoch, ist die African Holly (Ilex mitis) mit ihren blutroten Beeren, ähnlich ihrem europäischen Verwandten, der europäischen Stechpalme, die traditionellerweise mit Weihnachten in Verbindung gebracht wird. Reibt man die Blätter der Stechpalme gegeneinander, so bilden diese einen Schaum, den früher die Holzfäller benutzten, um sich im Waldfluss zu waschen.

Olinia ventosa, oder Hard Pear, ist ein weiterer stattlicher Baum, der hartes, schweres und solides Holz produziert. Es ist leicht zu identifizieren, weil die zerdrückten Blätter und das frisch gefällte Holz stark nach Mandeln riechen.

Neben den Bäumen erfreuen viele Spezies von Sträuchern und eine Schar schattenliebender Blumen das Auge und stellen eine Herausforderung für den Amateur-Botaniker und Naturliebhaber dar; eine Landschaft, die unseres besonderen Schutzes bedarf.

An den heißesten Sommertagen bietet der Wald einen stillen und schattigen Rückzugsort, ideal für ein Picknick und vielleicht ein Glas gekühlten Chardonnays, abgeschieden vom geschäftigen Treiben und der Aktivität in Keller und Weinberg.


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